Audioguide mit Hörbehinderung – Rigi-Chänzeliweg

Rigi Standort 1.6

Am Ende des Rundgangs ist das Chänzeli mit der grossartigen Aussicht erreicht. David ergreift das Wort: «Für uns Rollstuhlfahrenden ist es wichtig, dass nach einer Wanderung auch die Aussichtplattform barrierefrei ist. Beispielsweise sollte man kein Geländer auf Augenhöhe antreffen. Spitzenmässig ist es zudem, wenn ein auf die Sitzhöhe verstellbares Fernrohr installiert ist.»

Urs überlegt und stimmt ihm dann zu: «Das sind in der Tat wichtige Punkte, die man sich als Tourismusorganisation überlegen und bestenfalls umsetzen muss. Diese schöne Aussicht hier förderte übrigens die Bekanntheit des Berges. Sie ist in vielen Schriften zu finden und wurde von Künstler*innen gemalt. Die Rigi ist den Alpen ähnlich einer Insel vorgelagert. Deshalb kann man die Aussicht mit der Rigi-Kulm, dem Chänzeli, der Hochflue und der Scheidegg an zahlreichen Stellen geniessen. Überall öffnet sich eine Sicht in die Weite, wo die Alpen vor einem liegen und die Seen farbig in der Landschaft wie Juwelen glitzern. Zudem sieht man dank der 360 Grad Sichtweite auf 24 von 26 Schweizer Kantonen. Das ist eine Seltenheit. Auf der Rigi-Kulm gibt es bei der 96 Meter hohen Sendeantenne auf rund sieben Meter noch einmal eine Aussichtsplattform. Dort ist man dann auf 1'805 Metern über Meer.

Ebenfalls faszinierend: 1815 hat Heinrich Keller ein Panorama der Rigi gemalt und all die Berge, die man hier rundherum sieht, beschriftet. Das Dokument entsprach der ersten publizierten 360-Grad-Alpenrundsicht und war zwei Meter lang. Es war eine Art Streifenpanorama in Form eines Leporellos, das mit einem Kartondeckel geschützt war. Die Leute sind dann mit dem kostbaren Stück nach oben gereist und konnten die verschiedenen Berge identifizieren.

Viele Schriftsteller*innen haben über die Berge und die Aussichten geschrieben. Goethe formulierte die Aussicht als «…ringsherum die Herrlichkeit der Welt». Die Weitsicht, die Alpenluft und der Wind haben die Menschen unglaublich inspiriert und liessen sie sich erhaben fühlen.

Urs wendet sich nach seinen Ausführungen mit Neugier an Susanne: «Wie ist das eigentlich für dich, Susanne? Was bedeutet dir ein Panorama oder ein Aussichtspunkt?

Susanne antwortet: «Also ich spüre einfach die Weite, den Wind und bei Sonne die Wärme. Zudem gibt es oft Sitzbänkchen. Als ich noch vier Prozent gesehen habe, bin ich auf jeden Berg, jeden Hügel und jeden Kirchturm geklettert, um die Aussicht zu geniessen.»

Gemeinsam blicken sie in die Ferne, bevor sich David verabschiedet: «Danke Urs, für all die spannenden Informationen. Ich habe viel gelernt und schlage vor, dass wir noch etwas die Aussicht geniessen, bevor es zurück zur Station geht.»

Helena Bigler von Procap Schweiz beendet den Audioguide mit einem Schlusswort: «Im Rahmen des Porsche-Projekt "Join the Porsche Ride" wurde dieser Audioguide von Procap Schweiz erstellt. Wir hoffen, dass es Ihnen gefallen hat und dass Sie viele neue Informationen mit nach Hause nehmen können. Wir freuen uns auf Ihr Feedback über die E-Mail-Adresse procapbewegt@procap.ch. Um weitere Audioguides auf barrierefreien Wanderwegen erstellen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Wir wünschen Ihnen eine gute Heimreise und freuen uns auf ein nächstes Mal.»